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Die Bazooka

Prinzipieller Aufbau
Prinzipieller Aufbau

Gegen Ende der 70er-Jahre fand ich im Handbuch der A.R.R.L. einen Faltdipol den sie "Bazooka" nannten. Da ich zu dem Zeitpunkt noch keine Richtantenne hatte, versuchte ich mit den damalig zur Verfügung stehenden 2 Watt besser auf das Stadtrelais München DB0ZM zu kommen. Also rechnete ich mir kurz die Längen aus und 'baute' mir diese Antenne nach. Im Zimmer aufgehängt, leistete sie mir anfangs sehr gute Dienste ... bis es der XYL zu bunt wurde ...
Nun nach Jahren habe ich diese Antenne wieder aufgegriffen und für das 15m-Band berechnet. Diese hängt nun im Dachboden und hat durch die Richtwirkung einen gewissen Gewinn gegenüber meiner 15m-Dosenantenne. Durch den einfachen und schnellen Aufbau eignet sie sich m.E. auch sehr gut als Portabel-Antenne. Nachteilig ist lediglich die 2-Punktaufhängung. Es ist also in den meisten Fällen notwendig einen Hilfsmasten mitzunehmen, denn der zweite Punkt ist nicht immer vorhanden.
Trotzdem möchte ich sie hier kurz vorstellen.
Jeder Funkamateur findet sicher noch in seiner Bastelkiste Reste von HF-Kabeln. In meinem Falle waren es Reste von RG-174. Das eine Ende kurzgeschlossen und das andere auf ca. 15mm abisoliert. Ein zweites Kabel für den anderen Schenkel ebenso vorbereitet. Den Stub aus 1,5 qmm KFZ-Leitung (o.ä.) jeweils an das kurzgeschlossene Ende angelötet und die beiden Leiter der anderen Enden wieder verbunden. Nun die noch beiden offenen Abschirmungen an das Speisekabel bzw. SO239-Buchse angeschlossen und schon ist sie fertig zum Gebrauch. Man kann hier eine Verteilerdose aus der Elektrotechnik als Feuchtigkeits-schutz oder aber evtl. aus dem Baumarkt ein T-Stück (Verbinder für Gartenschläuche) verwenden. Dies bleibt jedem selber überlassen. In meinem Falle wiederum verwendete ich ein kurzes Stück EN-25 Installationsrohr (Rest von meinen Dosenantennen) in welches ich mittig ein Loch für eine BNC-Einloch-Einbaubuchse bohrte und nach Fertigstellung mit Heißkleber ausfüllte. Um nun nicht die horizontalen Zugkräfte auf das Kabel einwirken zu lassen, habe ich mir im Baumarkt eine Rolle PVC-Schnur besorgt und mittels Schrumpfschlauchabschnitten diese parallel zur Antenne montiert. Isolierband hat hier den Nachteil, daß es eine klebende Verbindung eingeht und somit wieder teilweise die Kräfte auf das Kabel übergehen. Nun kann ich aufgrund der höheren Zugfestigkeit dieses Gebilde auch wunderbar stramm aufhängen. Im Dachboden kann man sie z.B. sehr schön verstecken indem die Schenkel in einem Installationsrohr EN-16 verlegt werden und als Einspeisung eine Verteilerdose verwendet. Dies bleibt aber dem Einfallsreichtum des Anwenders hierbei selbst überlassen.

Zur Berechnung der einzelnen Bandlängen biete ich hier ein kleines, von mir geschriebenes VB6-Programm zum herunterladen an. Manche Virenschutzprogramme melden sich hier evtl. positiv. Dies liegt aber m.E. an VisualBasic. Bin der Sache noch nicht auf den Grund gegangen. Vielleicht kann mir hier jemand darüber Auskunft geben ...

vy 73 es 55

Lothar

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